Die Ursachen von Cellulite und deren Behandlung
Körperbehandlungen im Kosmetikinstitut beziehen häufig das Problem Cellulite (Cellulitis, Orangenhaut) mit ein. Der Erfolge gegen die hässlichen kleinen Dellen vor allem an den Hüften, Oberarmen und Oberschenkeln ist jedoch nicht allein durch eine oder mehrere Behandlungen zu erzielen. Die Kundin muss aktiv mitarbeiten und ihre Eßgewohnheiten und Teile Ihres Lebensstils ändern.
Dr. Otfried Devanando Weise ist Ernährungs-, Gesundheits- und Lebensberater und hat folgende Bücher veröffentlicht: "Harmonische Ernährung" und "Zur eigenen Kraft finden - Harmonisch leben und essen mit den vier Elementen und Ayurveda", beide erschienen im Tabula Smaragdina Verlag. Die Internetadresse dazu ist: www.smaragdina.at. |
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Warum neigen Frauen mehr zu Cellulite als Männer, die es durchaus auch betrifft, wie man sich in jeder Sauna überzeugen kann? Weil der weibliche Körper von Natur aus auf Schwangerschaft und die Einlagerung von Reserven für schlechte Zeiten programmiert ist. Hierbei spielen Hormone eine wichtige Rolle. Zudem sind die Fettzellen an den cellulitetypischen Körperpartien mit wesentlich mehr Rezeptoren zur Fetteinlagerung ausgestattet als z. B. die Halspartie. Ein weiterer Faktor ist ihre Hautstruktur. Kollagene und elastische Fasern bilden bei Frauen einen lockeren Verband. Sie sind parallel angeordnet und nicht gitterartig vernetzt wie das männliche Gewebe. Unter bestimmten Umständen können die prall gefüllten Fettzellen in den Bereich der Oberhaut drücken. Das Ergebnis: mehr oder weniger stark ausgeprägte Dellen.
Cellulite also nur ein Problem übermäßiger Fettspeicherung? Mitnichten. In den Fettzellen und in den Zwischenräumen des Bindegewebes finden sich bei cellulitegeschädigten Menschen Schlacken, die dort nicht hingehören und deren schädliche Wirkung durch die vermehrte Fetteinlagerung gemildert werden soll.
Was sind Schlacken?
Es sind tote Substanzen, die den Körper belasten und behindern, vor allem:
Wo genau sitzen diese Schlacken?
Das Gewebe des menschlichen Körpers besteht nicht nur aus spezialisierten Zellen etwa von Muskeln oder Organen, sondern auch aus Blut- und Lymphgefäßen und vor allem aus dem sogenannten Bindegewebe.
Was ist das Bindegewebe?
Die Zellen der Organe oder Muskeln liegen im Körper nicht bündig ohne Zwischenraum aneinander oder werden alle einzeln über die Blut- und Lymphgefäße ver- und entsorgt. Zwischen den Zellen befinden sich vielmehr Freiräume, in der Abbildung als Transitstrecken bezeichnet. Damit die Zwischenräume bestehen können, existiert ein Stützgewebe, eine Art Maschenwerk, das Bindegewebe. Die Zellen schwimmen sozusagen im wässrigen Milieu des Bindegewebes, geradeso wie die Urzelle im Meer schwamm, aus dem Meer versorgt wurde und ihre Abfälle auch dort hinein entsorgte. Die Ver- und Entsorgungsleitungen, die Blut- und Lymphgefäße münden abschnittsweise in dieses Bindegewebe und versorgen ganze Gruppen von Zellen. Im gesunden, unverschlackten Zustand sind die Transitstrecken frei. Wenn sich jedoch Stoffe im Bindegewebe festsetzen, werden die Transitstrecken in zunehmendem Maße verstopft. Die Zellen können weder ordnungsgemäß versorgt noch ausreichend entsorgt werden. Es liegt auf der Hand, dass sie ihre Arbeit nicht mehr gewinnbringend durchführen können: Schmerzen und Krankheit stellen sich ein - und das einzig und allein durch innere Verschmutzung!

Die Verschlackungen wirken aber auch noch insofern schädlich, als sie krankmachende Mikroorganismen wie Bakterien, Viren und Pilze einladen. Finden diese doch in einer sauren Umgebung einen besonders guten Nährboden. Auf diese Weise kommt es dann zu einer Reinigungskrise - zu einer Krankheit ... im Volksmund Erkältung oder Grippe genannt. Durch das Fieber oder künstlich durch Einreiben und Inhalieren von ätherischen Substanzen wird der alte Schleim, der viele sonst nicht ausscheidbare Substanzen enthält, endlich ausgeschieden. Die Frau hat dem Mann gegenüber insofern einen Vorteil, als sie auch während der Periode Schlacken, vor allem auch Säuren verstärkt ausscheiden kann. Ansonsten scheidet der Mensch überflüssige Substanzen über die Atmung (Kohlendioxid), den Urin, die Lymphe, den Darm und das Schwitzen aus. Der sog. Säuremantel der Haut ist im Grunde nichts anderes als eine Notmaßnahme des Körpers, Säuren loszuwerden, die er anderweitig nicht ausscheiden kann, weil die basischen Mineralien fehlen, die er benötigt, wenn er Säuren neutralisiert über die Nieren ausscheidet.
Giftstoffe sitzen aber auch in den Zellen. Man nimmt an, dass Leute, die viel Fett im Körper gespeichert haben, besonders gut für Notzeiten vorgesorgt haben. Beim Abbau dieses Fetts in den Notzeiten werden diese Menschen aber ganz besonders leiden. Sie werden besonders anfällig werden für heftige Vergiftungserscheinungen. Wenn sie anfangen, dieses Fett abzubauen und es für die körperlichen Tätigkeiten verwenden, dann werden diese Gifte frei. Sie sind nicht mehr schützend weggesteckt in der Zelle und dann bekommen diese Menschen oder Tiere Probleme. Es gibt da gute Beispiele, z. B. die Zugvögel, die im Herbst von Mitteleuropa nach Nordafrika fliegen. Man hat man beobachtet, dass sie während des Fluges auf halber Strecke häufig abstürzen und tot am Boden liegen bleiben. Wenn man sie untersucht, dann stellt man fest, dass sie vollständig vergiftet sind. Sie sind voll mit Herbiziden, Fungiziden, Pestiziden und ähnlichen Stoffen aus der Landwirtschaft oder auch mit Schwermetallen. Diese Vögel fliegen mit prallen Fettzellen los. In diesen Fettzellen sind die Gifte gut verdünnt und weggesteckt. Die Vögel können damit umgehen. Aber wenn dann während des Fluges dieses Fett verbraucht wird, dann werden die Gifte frei und schädigen das Nervensystem. Die Vögel stürzen ab. Sie sterben ... So kann es Fettleibigen gehen, wenn sie in Notzeiten unkontrolliert Fasten müssen. Lassen Sie es gar nicht erst dazu kommen! Entgiften Sie systematisch und kontrolliert, bevor es zu spät ist!
Wie aber machen Sie das am besten?
Hierzu gebe ich Ihnen 12 "Goldene Regeln" für eine dreiwöchige Entschlackungskur, die Sie alleine in Eigenregie zu Hause durchführen können. Oberstes Gebot dabei ist, dass Sie sich nicht überfordern, dass Sie die Geschwindigkeit der Entschlackung so steuern, dass Sie möglichst wenig physische Symptome haben, denn es ist nicht gut, bei dieser Gelegenheit zu leiden.
Die Intensität der Entschlackung können Sie dadurch verringern, indem Sie - entgegen den obigen Regeln etwas feste Nahrung, etwa eine Scheibe Butterbrot, zu sich nehmen. Vor oder während dieser Kur wäre es zweckmäßig, eine Zahnsanierung mit Entfernung aller Amalgamplomben mit anschließender Ausleitung des im Körper gespeicherten Quecksilbers vorzunehmen, weil dieses die Ausscheidung anderer Körpergifte aus den Nervenzellen behindert. Danach lachen Sie sich eine neue Ernährungsweise an, in der Sie den basenbildenden Lebensmitteln der folgenden Tabelle den Vorzug geben.
Säure- und Basenbildende Lebensmittel
Zu den säurebildenden Nahrungsmitteln zählen:
Fleisch, Geflügel, Fisch Eier, Milch, Milchprodukte, alte Molke, Zucker und alle Süßwaren incl. Marmelade, Plätzchen, Eiscreme, alle Arten von Getreide und Pseudogetreide, auch angekeimt, (mit Ausnahme von Hirse), Nüsse und Hülsenfrüchte, Spinat und Rhabarber (wegen hohem Gehalt an Oxalsäure), Essig und Obstessig, Zitronen (weil sie immer unreif auf den Markt kommen), Tomaten, Erdbeeren, industrielle Kartoffelerzeugnisse in geringem Umfang auch Fette und Öle.
Zu den basenbildenden Nahrungsmitteln zählen:
Kartoffeln und Wurzelgemüse, fast alle anderen Gemüsesorten, fast alle Obstsorten, je nach Reifegrad bei der Ernte und Körperübersäuerung des Einzelnen, milchsaures Gemüse und milchsaure Säfte in Maßen genossen, Rohmilch, nicht erhitzte Schlagsahne, Süßrahmbutter, Oliven, Kokosnuss, Meeresfrüchte sowie Tee und Kaffee.
Wenn Sie Ihre ideale Harmonische Dauerernährung finden wollen, die in jedem Fall individuell sehr verschieden sein muss, empfehle ich Ihnen das Studium meiner Bücher "Harmonische Ernährung" und "Zur eigenen Kraft finden" oder auch eine persönliche Beratung. Zum Thema Entschlacken, Entsäuern, Entgiften erschien im Sommer 2000 ein gleichnamiges Buch von mir im Goldmannverlag. Wenn Sie diese Themen näher interessieren, können Sie sich auch von mir zum Ernährungs- und Gesundheitsberater ausbilden lassen. Besuchen Sie mich auf meiner Webpage www.smaragdina.at